Medizinische Komplikationen und Folgeschäden bei Bulimie
Samstag, den 05. Juni 2010 um 12:11 Uhr
Wolfgang Gawlik
Sowohl Bulimie also auch Magersucht sind so genannte "psychogene Krankheiten". Der Begriff psychogen weist in diesem Zusammenhang auf psychische (seelische) Probleme als wesentliche Ursachen dieser Erkrankungenen hin. Daraus erklärt sich, dass die Psychotherapie zentraler Bestandteil einer Behandlung sein sollte. Die Erkrankungen werden außerdem auch als psychogene Essstörungen bezeichnet, weil die drastischen Veränderungen des Essverhaltens auffällige Merkmale sind. Zusätzlich zu den psychischen Problemen können als Folge des veränderten Essverhaltens und der Gewichtsabnahme aber auch erhebliche körperliche Beschwerden entstehen. Diesen medizinischen Komplikationen und Folgeschäden widmet sich dieser Artikel, sie sollen im Folgenden genauer beschrieben werden.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. Juni 2010 um 21:04 Uhr
Mangelerscheinungen
Samstag, den 05. Juni 2010 um 12:12 Uhr
Wolfgang Gawlik
Unausgewogene Diäten, Fasten, Erbrechen und der Gebrauch von harntreibenden Medikamenten (Diuretika) oder Abführmitteln (Laxantien) können zu einem Mangel an lebensnotwendigen Salzen (Elektrolyten) wie etwa Natrium, Kalium oder Magnesium führen. Gleichzeitig kommt es oft zu Verschiebungen des ph-Werts im Blut. Elektrolytstörungen sind die häufigsten Komplikationen der Essstörungen. Die Möglichkeiten der gesunden Niere und anderer Organe, die Elektrolytkonzentration und den Säure-Basen-Haushalt des Blutes stabil zu regulieren und auftretende Schwankungen auszugleichen, werden bei Patientinnen mit schweren Essstörungen häufig überfordert.
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. Juni 2010 um 14:57 Uhr
Hormonveränderungen
Samstag, den 05. Juni 2010 um 12:13 Uhr
Wolfgang Gawlik
Wenn man abnehmen möchte und versucht sein Gewicht, beispielsweise mit Hilfe einer Diät, möglichst schnell zu verringern, so kommt es bald zu einer Art "Gegenregulation" des Körpers. Dabei verändern sich zahlreiche physiologische und biochemische Prozesse im Körper, so dass als Ergebnis einer starken Gewichtsabnahme und negativen Folgen wie etwa den hier beschriebenen medizinischen Komplikationen vorgebeugt wird. Der Stoffwechsel wird durch verschiedene Hormone sozusagen in eine Art von "Energiesparstellung" gebracht, wodurch das Gewicht wieder ansteigt.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 13. September 2010 um 10:30 Uhr
Physische Auswirkungen des Erbrechens und psychische Folgen
Samstag, den 05. Juni 2010 um 12:13 Uhr
Wolfgang Gawlik
Der obere Verschluss des Magens hin zu Speiseröhre kann durch regelmäßige Heißhungeranfälle mit anschließendem Erbrechen beeinträchtigt werden (Kardiainsuffizienz). Die so genannte Refluxkrankheit mit Sodbrennen und Entzündungen der Speiseröhre (Ösophagitis) aufgrund der zurückfließenden Magensäure sind eine mögliche Folge. Bei chronischem Stress und vermehrter Bildung von Magensäure kann es zu einem Geschwür (Ulcus) kommen. In sehr seltenen Fällen kann ein solches Geschwür zu Blutungen oder Wanddurchbrüchen, und damit zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. Juni 2010 um 14:58 Uhr
Gestörtes Trinkverhalten bei Essstörungen
Samstag, den 05. Juni 2010 um 12:18 Uhr
Wolfgang Gawlik
Menschen mit Essstörungen haben häufig auch Probleme mit dem Trinken. Durch das krankhafte Essverhalten geht auch das Gefühl für Durst verloren. Das Problem ist: Trinken ist lebensnotwendig und ohne Wasser kann man nur wenige Tage überleben. Fehlt es an Flüssigkeit, trocknet der Körper aus, das Blut verdickt sich, kann weniger Sauerstoff transportieren und wird nicht ausreichend gereinigt. Stoffwechsel- und Nierenprobleme treten auf.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 03. Oktober 2010 um 07:48 Uhr
Zahnpflege bei Essstörungen
Samstag, den 05. Juni 2010 um 12:14 Uhr
Wolfgang Gawlik
Obwohl unsere Zähne eine große Härte aufweisen, reagieren sie sehr empfindlich auf Säureeinwirkung. Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht sie so "weicher". Kommt es in diesem Zustand zu starker Reibung an den Zähnen (z.B. beim Putzen), geht die oberflächliche, erweichte Schicht verloren. Man spricht von einer Säureerosion. Da es sich hierbei um einen Vorgang handelt, der nur unter dem Mikroskop sichtbar ist, nehmen wir diesen Abrieb zunächst gar nicht wahr. Sind unsere Zähne aber mehrmals täglich starken Säuren ausgesetzt, wird dies zu einer Gefahr für die Zähne.
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 05. Juni 2010 um 14:58 Uhr
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