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Medizinische Komplikationen und Folgeschäden bei Bulimie

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Sowohl Bulimie also auch Magersucht sind so genannte "psychogene Krankheiten". Der Begriff psychogen weist in diesem Zusammenhang auf psychische (seelische) Probleme als wesentliche Ursachen dieser Erkrankungenen hin. Daraus erklärt sich, dass die Psychotherapie zentraler Bestandteil einer Behandlung sein sollte. Die Erkrankungen werden außerdem auch als psychogene Essstörungen bezeichnet, weil die drastischen Veränderungen des Essverhaltens auffällige Merkmale sind. Zusätzlich zu den psychischen Problemen können als Folge des veränderten Essverhaltens und der Gewichtsabnahme aber auch erhebliche körperliche Beschwerden entstehen. Diesen medizinischen Komplikationen und Folgeschäden widmet sich dieser Artikel, sie sollen im Folgenden genauer beschrieben werden.

Mangelerscheinungen

Jede unausgewogene Diät führt früher oder später zu Mangelerscheinungen. Erbrechen und der Gebrauch von Abführ- oder Entwässerungsmedikamenten verstärken die auftretenden Mängel zusätzlich, und es kann beispielsweise zu einem Fehlen von lebensnotwendigen Salzen kommen. Mehr dazu >>

Hormonveränderungen

Wenn man abnehmen möchte und daher versucht, sein Gewicht beispielsweise mit Hilfe einer Diät möglichst schnell zu verringern, so kommt es bald zu einer Art "Gegenregulation" des Körpers. Dabei verändern sich zahlreiche körperliche physiologische und biochemische Prozesse des Körpers. Mehr dazu >>

Direkte Auswirkungen des Erbrechens

Auch das künstliche Herbeiführen des Erbrechens bleibt nicht ohne Folgen. Zum Beispiel kann der obere Verschluss des Magens hin zu Speiseröhre durch regelmäßige Heißhungeranfälle mit anschließendem Erbrechen beeinträchtigt werden. Auch die Zähne leiden. Mehr dazu >>

Medikamentenmissbrauch

Der dauerhafte Gebrauch von Abführmitteln (Laxantien) verbessert die Verdauung nicht. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: über den Darm werden vermehrt Kalium und Flüssigkeit verloren, was in Verbindung mit ballaststoffarmer Diät eine Verringerung der Darmbewegung bewirkt. Eine zunehmende Verstopfung (Obstipation) ist die Folge. Entwässerungsmittel (Diuretika) haben überhaupt keinen Einfluss auf Kalorienaufnahme und Körperfett, sind aber durch die drohende Austrocknung des Körpers besonders gefährlich.

Mehr Informationen zum gestörten Trinkverhalten von Betroffenen gibt es hier >>

Psychische Folgen

Die Gewichtsabnahme hat auch tiefgreifende psychische Folgen. Oft entstehen schwere Depressionen. Auch die Reizübertragung zwischen den Nervenzellen im Gehirn kann sich verändern. Mehr dazu >>

Quellen:

Jacobi, Thiel, Paul
Kognitive Verhaltenstherapie bei Anorexia und Bulimia Nervosa
gebundene Ausgabe - 231 Seiten (2000)
Beltz, ISBN: 362127443X
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Maja Langsdorff
Trinken zwischen Pflichtübung und Ausflucht
Heft 4/2001 im »KSA Informationsdienst Konsum und Sucht« zum Thema »Essen & Trinken«

Hungrig-Online e.V.
Merkblatt zur Zahnpflege bei Essstörungen
(2002)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. Juni 2010 um 21:04 Uhr  

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