Es ist praktisch nicht möglich, eine Definition dafür zu finden, was "normales" Essverhalten ist und wann genau schon eine Essstörung vorliegt. Aber es gibt ganz charakteristische Verhaltensweisen im Essverhalten, der eigenen Körperwahrnehmung und den Gedanken, die typisch für eine Essstörung sind. Umso früher du diese Verhaltensweisen als krank erkennst und dich behandeln läßt, desto besser sind deine Chancen dafür, die Essstörung erfolgreich zu überwinden.
Essverhalten
Wenn man Mahlzeiten häufig überspringt, nur kleine und kleinste Portionen zu sich nimmt, oder gar nicht in der Gesellschaft anderer Leute essen will, wenn man aus dem Essen ein Ritual macht, dann deutet das schon auf ein gestörtes Essverhalten hin. Vielleicht kocht man gerne für die Familie oder Freunde, aber man beteiligt sich dann mit einer Ausrede nicht am Essen: Man hat schon beim Kochen zuviel probiert oder fühlt sich nicht gut...
Kannst du dir nicht mehr vorstellen, wie du früher bestimmte Dinge gerne essen konntest? Suchst du dir dein Essen nach ganz bestimmten Gesichtspunkten wie geringer Fett- oder Kaloriengehalt aus und findest andere Lebensmittel "eklig"? Studierst du ausgiebig die Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen und kennst den Kaloriengehalt der meisten Lebensmittel auswendig?
Oder achtest du im Gegenteil immer darauf, genug Essen im Haus zu haben, und übergibst dich dann, wenn du deiner Meinung nach zu viel davon gegessen hast?
Benutzt du Abführmittel, Diät- und Entwässerungsmittel, um Gewicht zu verlieren? Rauchst du oder treibst du übermäßig Sport, um dich vom Hungergefühl abzulenken?
Erscheinungsbild und Körperbild
Verbringst du viel Zeit damit, deine "Problemzonen" im Spiegel zu betrachten? Glaubst du, fett zu sein, obwohl dich immer wieder Leute darauf ansprechen, wie dünn du geworden bist? Trägst du weite Kleidung, um deine wahre Figur zu verbergen?
Gedanken
Treibst du übermäßig viel Sport, und hast du ein schlechtes Gewissen, wenn du deine tägliche Routine nicht schaffst? Glaubst du, nur auf diese Weise das Essen zu verdienen? Bist du der Meinung, du würdest dich besser fühlen und würdest mehr Anerkennung finden, wenn du abnehmen würdest? Ziehst du dich von Leuten zurück, die dich auf dein Verhalten ansprechen?
Es gibt viele verschiedene Essstörungen, und man braucht nicht notwendigerweise alle typischen Merkmale einer Essstörung aufweisen, um essgestört zu sein. Aber wenn du dich in einigen der oben genannten Sätze wiederfindest, solltest du misstrauisch werden und dich fragen, ob du auf dem Weg bist, eine Essstörung zu entwickeln, oder bereits tief in ihr drin steckst.
Wenn dem so ist, solltest du dir helfen lassen, umso früher, desto besser. Du kannst dir so viel Leid ersparen, denn Essstörungen sind mit einem großen gesundheitlichen Risiko verbunden. Weiter...
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Kommentare
ich selbst habe erst seit 2 jahre bulemie und denke das ich ziemlich gut nachempfinden kann was du durchmachst
hast du es den schon mal mit einer therapy oder einer klinik versucht? ich selber werde nechsten Monat in eine gehen und hoffe das ich es auf diesm Weg schaffen werde
LG
packs an.. es ist nicht einfach und du wirst so kämpfen und weinen und scheitern und aufstehen und lernen dich wieder zu lieben
Ich hab keine ahnung was passieren muss damit ich mal was tue!
mir geht es ähnlich wie dir. ich wog vor knapp einnem jahr noch 115kilo habe dann angefangen abzunehmn ernährungsumste llung und viel sport... die funde purzelten .jetzt bin ich relativ schlank das findet jedenfalls mein umfeld aber ich bin nie zufrieden.ich treibe jeden tag sport und esse nur morgens eine malzeit...dann fing es an das ich einmal heißhunger hatte und unheimlich viel schokolade in mich rein stopfte dann bekam ich ein schlechtes gewissen und erbrach es wieder...aber ich hab immer noch das Gefühl kontrolle darüber zu haben da ich höchstens einmal die woche erbreche und irgentwie freue ich mich sogar auf meine nächste fressattacke und plane sie sogar... hinterher habe ich immer ein verdammt schlechtes gewissen und fühle mich unheimlich fett und hässlich nach aißen hiin tue ich auf heile welt...
Kennt ihr die Kommunikationsa ngebote des Hungrig-Online e.V. schon? Es gibt ein Forum, Mailinglisten für Angehörige und Betroffene und einen wöchentlichen Chat. Dort findet ihr vielen Menschen, die ganz ähnliche Probleme und Sorgen haben, ihr seid nicht allein damit, und dort könnt ihr euch untereinandern austauschen.
Alle diese Angebote sind kostenlos und anonym. Alles, was ihr dazu brauchst, ist eine eMail-Adresse mit der ihr euch für das entsprechende Angebot registriert (wie das geht steht hier) und eine Verbindung zum Internet.
Euch wünsche ich viel Mut und Kraft.
ich habe gerade eure Seite entdeckt und finde sie sehr interessant und sie erscheint mir vorallem sehr hilfreich für alle Zielgruppen. Ich bin selber nicht betroffen, aber schreibe jetzt ein Facharbeit über das Thema Bulimie. Man erhält viele Informationen im Internet, doch dies erscheint mir oft so verallgemeinern t. In meiner Facharbeit möchte ich unheimlich gerne eine Geschichte über betroffene Personen schreiben um zum einen selber besser zu verstehen, wie Bulimie entstehen kann und was für Gründe dahinter stecken, aber auch um das ganze nicht allgemein zu schreiben.
Ich würde mich sehr über deine Hilfe freuen
Jenny
sie sagten ihr immer wieder sie wäre zu dick und das sie von ihnen kein essen mehr bekommen würden ich habe das ständig mitbekommen und hab ihr essen mit gebracht. eines Tages ist sie in der schule zusammen gebrochen. trotz ihrer bitte niemandem etwas zu erzählen hab ich ausgepackt. alles über die ganzen 1 1/2 Jahre!!
sie wurde in eine Klinik eingewiesen weil sie 15 war und nur knapp 45kilo wog bei 1.70 m !! ich besuch sie alle 2 tage. sie ist so gut wie gesund und hat wieder ein normales Gewicht. ich bin so froh und möchte euch mut geben euch jemandem anzuvertrauen der euch helfen kann. damit auch ihr wieder normal leben könnt.
viel Glück
Ich bin 16 Jahre alt und ich bin seit einem Jahr Bulimie krank... ich kann nicht mehr aufhören :s ich sage mir JEDEN TAG ich kotze niee wieder!!! und dann mach ich es doch nach meinen fressattacken. Genauso wie bei dir verlaufen sie... Ich komme aus der Schule und stopfe AAALLLEES was ich sehe in mich hinein ... :S danach bin ich soo traurig und denke iiiiieh diese vielen kalorien dürfen nicht in meinem Körper sein und dann denke ich mir : die einzigste Lösung ist der Finger in Hals :s ... ich hab eine riiiesen große ansgt nicht mehr normal zu werden :'( und von den folgen.. was wenn ich NIE WIEDER normal werde?? ... ich würde ALLES dafür tun um "gesund" zu werden :( ....
irgendwie kann ich einfach nicht richtig essen,aber zählt das schon als essstörung?
ich meine ich bin ca []groß und mein gewicht lag teilweise schon bei []kilo...was ja auch nicht so ganz gesund ist...
kann mir vielleicht einer helfen und mir sagen,ob das noch normal ist oder ob das schon eine essstörung ist?
Ich esse auch nicht wenig,weil ich mich hässlich finde oder so,im gegenteil,ich versuche immer schon zu zunehmen,aber irgendwie klappt es mit der nahrungsaufnahm e nicht so..
Ich möchte dem ganzen gerne ein Ende setzen und wenn i-wer Tipps Für mich hat dann bin ich echt dankbar darüber :) Nooch bin ich ziemlich am Anfang denke ich und ich hoffe, dass ich da noch alleine raus komme.
LG
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