Es sei an dieser Stelle gesagt, dass dies kein einfacher Weg ist, auf dem man in der Regel viele kleine und mühsame Schritte machen muss. Auch vor Rückschritten ist man nicht gefeit. Es wird dir sicher viel leichter fallen, wenn du in der Familie oder in deinem Freundeskreis Menschen hast, denen du dich anvertrauen kannst und die dich auffangen können, wenn du niedergeschlagen bist. Auch ein Therapeut wird dich ausgezeichnet unterstützen können!
Ganz wichtig ist es, dass du dir darüber klar wirst, dass die Essstörung eine Bewältigungsstrategie ist, um mit einem anderen, tiefer liegenden Problem zurechtzukommen. Wenn du also das "Symptom" Essstörung loswerden willst, dann musst du dich bewusst mit den Hintergründen und dem "eigentlichen" Problem auseinandersetzen. Das tut meistens weh. Die Belohnung, nämlich eine bessere Lebensqualität, ist diese Anstrengung aber in jedem Fall wert. Ich spreche aus viel eigener Erfahrung, die ich durch stationäre und ambulante Therapie, sowie durch meine mehrjährige Mitarbeit bei Hungrig-Online gesammelt habe.
Dies ist keine Therapie, sondern nur ein Anfang und soll der Anstoß sein, mit professioneller Hilfe weiterzumachen. Wenn du die folgenden Fragen für dich beantwortest, dann mach das am besten in schriftlicher Form und nimm dir Zeit dafür. Vielleicht nimmst du dir auch im Vorfeld etwas Schönes vor, was du anschließend machen kannst, um den Kopf wieder frei zu bekommen.
Viel Kraft und alles Gute!
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