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Fragebogen zur Essstörung

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Wenn du beide Fragebögen in Ruhe und wahrheitsgemäß für dich beantwortet hast, dann bist du dem Rätsel nach den Ursachen und Hintergründen vielleicht schon ein wenig auf die Spur gekommen.

 

Die Geschichte deiner Essstörung


  • Seit wann leidest du an einer Essstörung?
  • Wie hat die Essstörung angefangen? Was ist da passiert?
  • Seit wann hast du Probleme mit dem Essen, der Figur und deinem Gewicht?
  • Falls du bereits vor der Esstörung Probleme mit dem Essen/Gewicht hattest, wie sahen die aus?
  • Wie warst du als Kind (dünn, pummelig, guter Esser, Nahrungsverweigerer)?
  • Hatten deine Eltern Probleme mit dem Gewicht?
  • Wie sind deine Eltern mit dem Essen umgegangen? Musstest du den Teller aufessen? Wie war die Atmosphäre am Essenstisch?
  • Wie bist du auf die Idee mit dem Erbrechen/Hungern gekommen?
  • Gibt es ein bestimmtes Ereignis, dass du für den Beginn der Essstörung verantwortlich machst? Gibt es noch andere Zusammenhänge?
  • Wie hat sich die Essstörung entwickelt?
  • Welche Probleme in anderen Bereichen deines Lebens sind deiner Meinung nach mitverantworlich für die Probleme mit dem Essen?
  • Glaubst du, dass deine Essstörung biologische/seelische Ursachen hat? Oder beides? Oder?

Wenn du dich nun ein wenig besser damit vertraut gemacht hast, wie es denn nun eigentlich mit der Essstörung angefangen und sich entwickelt hat, dann kannst du einen Schritt weiter gehen und dich fragen, was für eine Funktion sie für dich hat und warum du sie brauchst.

Die Funktion deiner Essstörung


  • Für was brauchst du deine Essstörung? -> Bezogen auf die Familie, deinen Partner, dein Leben, dein soziales Umfeld?

  • Wie hat sich die Essstörung auf deine Familie ausgewirkt? Was hat sich in der Familie seit Beginn deiner Essstörung verändert?

  • Wer bist du ohne deine Essstörung?

  • An was hindert dich deine Essstörung?

  • Bei was hilft dir deine Essstörung bzw. für was ist sie gut?

  • Wenn du deine Essstörung als Hilfeschrei verstehen würdest, was möchte sie dann der Familie / dem Partner / dir selbst mitteilen?

  • Was ist an Tagen, an denen du normal essen kannst anders?

Wenn du beide Fragebögen in Ruhe und wahrheitsgemäß für dich beantwortet hast, dann bist du dem Rätsel nach den Ursachen und Hintergründen vielleicht schon ein wenig auf die Spur gekommen. Auf alle Fälle empfehle ich dir, diesen Prozess mit professioneller Hilfe fortzusetzen - ein Therapeut kann dir dabei helfen alle Gedanken und neuen Einsichten zu ordnen und ein klares Bild daraus zu formen. Vieles kann man schneller und einfacher lösen, wenn man eine Person hat, die die Problematiken unabhängig und mit einer gewissen Distanz betrachten kann.

Falls du schon in Behandlung bist und die Fragebögen schriftlich beantwortet hast, kann es sehr sinnvoll sein, sie zum nächsten Termin mitzunehmen und mit deinem Psychologen darüber zu sprechen.

Wenn du dich jetzt sofort mit jemandem über deine Gedanken und Gefühle austauschen möchtest, dann wende dich an die Mitglieder des Forums oder der Mailingliste. Dort wirst du sicher schnell Gesprächspartner finden!

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 03. Juni 2010 um 14:28 Uhr  

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